Kleider machen Leute
von: F-Kurs am:27.01.2008Das Märchen kennt vielleicht nicht jeder, ist aber auch nicht so schlimm, da ich diese Überschrift eher des Sinnes wegen gewählt habe.
Kleider machen Leute….
Beschränkt sich eher auf den ersten Eindruck eines Menschen. Nehmen wir ein Beispiel:
Olíve Dupont geht in Paris über die Straße, keine zwei Meter weiter rechts in einem rot/blau gestrichenen Cafe mit Tischen aus Holz und Stühlen mit edelstem Lederbezug, sitzen zwei junge Männer und trinken ihren Milchkaffee, der eine mit zwei, der andere mit drei Stück Zucker und einem Schluck Milch. In dem Moment wo einer der beiden, Baptiste Guerlaine, sein Glas zum Mund hebt um die Lippen anzusetzen und das köstliche Getränk zu genießen und danach die letzten Zuckerkrümel von Tisch aufzupicken, fällt Olíve Dupont auf der Straße die Geldbörse mit zwei fünf Euro-Scheinen, einer VISA-Karte, einer Tablette, welche aber schon so lange da drinnen ist, das Olíve schon vergessen hat wofür sie eigentlich hilft, und ein bisschen Kleingeld, herunter.
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STOP!
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Ab hier hätten wir nun drei Möglichkeiten!
1. Olíve Dupont, alte Hausfrau und Witwe, ihr Mann verstarb vor ein paar Jahren, lebte ein Jahr zwischen Trauer und dahinsiechen, bis sie sich einer Eingebung wegen aufraffte und wenigstens den Staub aus dem Kühlschrank wischte, sich einen schlecht bezahlten Kob suchte, aber wenigstens immer genügend Geld für etwas zu essen und halbwegs anständige Kleider hatte. Dann jedoch entwickelte sich ihr Leben schnell und rücksichtslos, wie es das Schicksal eben so bekommt und will, geht das Unternehmen in dem sie arbeitet bankrott, sie kann nicht mehr bezahlt werden, findet keinen neuen Job, die Miete war schon lange im Rückstand und sie sitzt auf der Straße, zu all diesem Glück wird ihr noch in einer U-Bahn, für die sie sich gerade noch die Karte leisten konnte, von einem obdachlosen Penner der letzte Schuh geklaut. An irgendeiner Haltestelle steigt sie aus und geht orientierungslos durch die Gegend, bis hin zu dem Augenblick wo sie an der Ampel steht und einem hastigen Mann die Geldbörse runterfällt. Olíve in ihrer herzlichsten Gütigkeit hebt sie auf und läuft dem Mann hinterher, ja ruft ihn sogar, in diesem Augenblick wird sie vor einem Cafe von einem Mann angerempelt und die Geldbörse fällt ihr herunter. Sie bückt sich um sie aufzuheben, wobei sie mit dem Rücken und ihrer mittlerweile reichlich zerschlissenen Hose direkt zum Fenster steht. Die Männer die an diesem Platz sitzen, zucken mit den Augen kurz nach draussen, senken den Blick jedoch schnell wieder zum Glas.
2. Olíve Dupont, ein vollkommen normaler Mensch, sollte man den Begriff “normal” definieren können. Zwei Kinder, kann sich das nötigste gut leisten und sogar noch ein-zwei Mal im Monat ein kleines Extra dazu, wie zum Beispiel eine schicke Hose, einen Rock, oder auch mal ein T-Shirt, wie gesagt ein vollkommen normaler Mensch. Jeden Sonntag macht sie einen Ausflug mit ihren Kindern, sie ist alleinstehend, ihr Mann hat sie verlassen, was für sie jedoch kein großer Verlust war, sie ist ständig auf der Suche nach etwas neuem. Wie es der Zufall so will geht auch diese Olíve an diesem wunderschönen Tag, an ebend diesem gemütlichen Cafe vorbei und verliert ihre Geldbörse aus welchem Grund auch immer. Und auch sie streckt ihren durchschnittlich normalen Po direkt zum Fenster, um sich zu bücken. Die Männer darin drehen diesmal nun schon ihren Kopf ein wenig und blicken auf diesen durchschnittlich normalen Po, als sich Olíve in ihrer langen durchschnittlichen Hose. einem durchschnittlichen T-Shirt, nicht zu kurz, und einer braunen durrchschnittlichen Jacke, aufrichtet und ihren Sohn an die Hand nimmt. Die Männer werfen noch einen letzten Blick auf sie, schweifen dann aber ab und schauen durch die Gegend.
3. Olíve Dupont, Single, Geld und genau den gleichen Körper wie die anderen Olíves. Nur das sie die teuersten und hübschesten, und ihrem Alter entsprechend aufreizendsten Kleider hat. Sie macht sich mit Männern gerne ihren Spaß, geht gerne tanzen und macht gerne Party. Wie auch am diesem Tag, sodass sie heute, in ihrem kurzen Mini, einem hübschen Top, kurzgesagt den kürzesten Sachen von einer wilden Nacht, aus dem Haus eines ihr völlig unbekannten Mannes tritt mit dem sie diese Nacht scheinbar verbracht hatte. Wie es der Zufall so an sich hat, läuft auch sie an dem Cafe vorbei und verliert ihr Portemonnaie. Bückt sich wie all die anderen Olíves mit der Rückseite zum Fenster hin und hebt sie auf, wobei ihr 150 Euro Fetzen von Rock hochrutscht und ein bisschen von ihrem Po entblößt. Natürlich wie wild gewordene Tiere richtin die Männe rihre Blicke nach draussen und meinen “Boah schau dir die an…HEIß!!”. Höchstwahrscheinlich, wenn sie mutig sind klopfen sie noch an die Scheibe um Olíve auf sihc aufmerksam zu machen, oder kippen hastig ihren Kaffee hinter um vielleicht zufällig an der Tür mit Olíve zusammenzustoßen oder dergleichen, auf jedenfall hat sie ihre volle Aufmerksamkeit und weckt die Begierde der Männer.
Ich habe diese Beispiele gewählt, um alles ein bisschen zu verallgemeinern, natürlich könnte man dieses ganze Thema noch auf unnatürliche Maße ausweiten, in tausenden von verschieden Situationen darstellen, auf die Mode der Teenager beziehen, und vielleicht auch nicht in Hinsicht auf das erwecken der Aufmerksamkeit in der Männer, oder Frauenwelt, sondern in Sachen mobben oder dergleichen. Aber ich denke wenn ich das tun würde, säße ich mein ganzes Leben lang an einem Aufsatz, der dann doch wieder keiner lesen würde. Ausserdem glaube ich versteht schon jeder was ich meine und ich wollte es darstellen, ohne auf irgendeine Modekultur, Verhaltenskultur, oder was auch immer beleidigend zu wirken. Ich denke das man darüber einmal ernsthaft nachdenken sollte und auch einen Menschen nicht nahc dem ersten Blick oder seinen Kleidern zu beurteilen. Ich möchte damit nicht abstreiten das ich das selbst öfters tue. Jedoch ist es heutzutage sehr schwierig die Menschen voneinander zu unterscheiden, wenn man sie nur vom sehen kennt, sie sehen ja eh fast alle gleich aus.



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