2 TAGE SCHULINSPEKTION
von: F-Kurs am:06.01.2008Nach monatelangen Vorbereitungen, die einer Psychotherapie gleichkamen, war es so weit – die Schulinspektoren sollten kommen.
Die Lehrer hatten sich in Schale geschmissen und es wurde noch mehr Rouge aufgelegt als sonst, dass das möglich ist, war uns vorher zwar nicht klar, aber so konnten wir uns mal ansehen wie ein misslungenes Styling aussieht.
Mit doppeltem Aftershave und Parfüm, so dass sie wie eine ganze Parfümerie dufteten, kamen unsere Lehrer und Lehrerinnen mit einem zuckersüßem Lächeln, das wir sonst nur vom „Tag der offenen Tür“ kenne, in die Schule geschwebt.
Danach ging es in den Unterricht. Während der Schulinspektion kamen unsere „Quäler“ mal pünktlich und vorbereitet – was für ein Glück für uns! Aber die Lehrer hatten es auch wirklich schwierig mit dem Heraussuchen des Unterrichtsstoff.
Er durfte uns nicht so verwirren wie sonst, aber er durfte auch nicht zu leicht sein.
Im Großen und Ganzen waren die Lehrer, bei denen wir hatten, ziemlich unzufrieden mit der Gruppe. Um das zu vermeiden, dachten sich einige sogar Gerüchten zufolge , einfach den Unterricht schon mit den Schülern zu besprechen und sogar festzulegen, wer sich wann meldet. Nicht auszumalen wenn jemand krank gewesen wäre…
Krank noch ein gutes Thema. In der ersten großen Pause stürmte wie immer die ganze Schülerschaft zum schwarzen Brett. Dort waren sie noch hoffnungsvoll. Als wir uns endlich zur Glasscheibe hinschubsen hatten lassen, merkten wir das 1. Mal, warum der Vertretungsplan Vertretungsplan heißt, da wirklich jede Stunde vertreten wurde. Das hatte es in unserer bisherigen Laufbahn als Schüler der Heinrich-Böll-Schule noch nie gegeben. Trotzdem gab es noch die Sorte Schüler, die die Hoffnung nicht aufgaben und immer noch daran glaubten, ihre Freistunde so verbringen zu können wie sonst, also mir Malen, Quatschen, Singen oder Briefchen schreiben. Tja diese Hoffnung wurde aber sehr schnell zerstört. Denn auch in den Vertretungsstunden kamen die Lehrer ausnahmensweise vorbereitet.
Wir hatten die Lehrer noch nie so nervös gesehen. Immer, wenn die Tür aufging, sah man die blanke Panik in ihnen aufsteigen – was uns nicht sonderlich störte- und so manche hatten auch schon einen ganz schönen Pool unter dem Arm. Wenn es dann doch nur ein Schüler war, der zum dritten mal in dieser Woche seinen Turnbeutel vergessen hatte, sah man eine dermaßene Erleichterung bei der “Respektsperson”, dass sein Ruf als STRENGER Lehrer sofort dahin war. Falls sich dann doch ein Prüfer zu uns verirrt hatte, spaltete sich die gesamte Lehrerschaft in zwei Teile. Die eine Gruppe zog ihren Plan total steif durch und die andere versuchte besonders witzig zu wirken. Und weil wir ja nett sein wollten, quälten wir uns mit einem Lachen durch die Stunde.
Ja die Schulinspektion war schon…. ja wie soll ich sagen … ein Erlebnis? Aber das immer zu haben, wäre keine schöne Aussicht:
Keine Freistunden, keine Chillstunden, höhere Erwartungen,… u.s.w.
Nur eins war wirklich gut an der Schulinspektion – wir konnten auch mal die Lehrer so richtig leiden sehen…
An alle Lehrer, die das lesen, alles nicht so ernst nehmen, ist nur ein bisschen Spass und eine kleine Rache, für die vielen Arbeiten in letzter Zeit =)
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4 Kommentare zu "2 TAGE SCHULINSPEKTION"
4 Januar, 15:34
alles wahr.
find ich gut. <3
x)
21 Februar, 13:43
find ich gut nur bitte auch in den g und e kursen!
22 Februar, 10:08
@uschi
Was meinst du damit genau?
1 April, 19:26
echt gut gelungen, RESPEKT.